- Schreib regelmäßig: Ohne Druck, aber mit Hingabe
- Trau dich, du selbst zu sein
- Spiel mit Stil und Genre
- Überarbeiten ist keine Strafe
- Zeig deine Texte, wenn du dich bereit fühlst
Im Schreibprozess geht’s oft nicht nur darum, eine Geschichte zu erzählen, sondern vor allem darum, wie du sie erzählst. Deine Stimme, dein ganz eigener Stil, dein Tonfall und dein Blick auf die Dinge ist das, was deine Texte unverwechselbar macht. Gerade am Anfang fühlt sich das manchmal wie eine große Suche an. Zwischen Schreibtipps, Schreib-Challenges und literarischen Vorbildern kann es schwer sein, sich selbst nicht zu verlieren.
Schreib regelmäßig: Ohne Druck, aber mit Hingabe
Das klingt erstmal wie ein Ratschlag aus jedem Schreibratgeber, ich weiß. Aber er ist so wichtig, weil er funktioniert. Schreiben ist wie ein Muskel. Je öfter du ihn benutzt, desto besser funktioniert er und desto klarer wird auch, wie du schreibst, was du erzählen willst und welche Form sich für dich richtig anfühlt.
Dabei geht es nicht um Quantität. Du musst nicht täglich tausend Wörter schaffen oder jeden Monat ein neues Projekt starten. Es reicht, dir regelmäßig Zeit für deinen Text zu nehmen. Ob das morgens zehn Minuten freie Schreibzeit sind, ein wöchentlicher Schreibabend oder das entspannte Mitschreiben bei einem Schreibstream: das ist ganz dir überlassen. Hauptsache, du bleibst in Verbindung mit deiner Schreiblust.
Trau dich, du selbst zu sein
Deine Stimme steckt in deinen Gedanken, deinen Erfahrungen, deinen Unsicherheiten, deiner Sicht auf die Welt. Versuch nicht, „literarisch“ zu klingen oder dich in einen Stil zu zwingen, der gar nicht zu dir passt. Leser:innen merken, wenn ein Text echt ist und genau das macht ihn lesenswert.
Denk also nicht darüber nach, wie du schreiben solltest, sondern wie du schreiben willst. Ist dein Ton eher lakonisch? Emotional? Sarkastisch, verspielt oder poetisch? Alles ist erlaubt, solange es nach dir klingt. Deine Stimme ist nicht etwas, das du dir erarbeitest. Sie ist etwas, das du entdeckst.
Spiel mit Stil und Genre
Gerade am Anfang ist es hilfreich, möglichst viel auszuprobieren. Vielleicht dachtest du immer, du schreibst Romance und plötzlich hast du Spaß an einem düsteren Krimi. Oder du findest raus, dass Kurzgeschichten dir mehr liegen als ein epischer Roman.
Schreib kleine Szenen, Mini-Dialoge, Moodtexte. Stell dir Figuren vor, die du noch gar nicht kennst, und schreib einfach los. Auch Pinterest kann dabei eine richtig gute Quelle sein. Dort findest du Inspirationen für Figuren, Stimmungen oder Settings, die dich zum Schreiben bringen, ohne dass du gleich ein ganzes Projekt planen musst.
Überarbeiten ist keine Strafe
Dein erster Entwurf muss nicht perfekt sein. Ehrlich gesagt: Er wird es nicht sein. Und das ist völlig okay. Guter Stil entsteht nicht nur beim Schreiben, sondern auch beim Überarbeiten. Oft zeigt sich erst mit ein bisschen Abstand, was funktioniert und was noch besser werden kann.
Wenn du unsicher bist, hol dir Feedback von Menschen, denen du vertraust. Du musst nicht jede Anmerkung übernehmen, aber manchmal hilft der Blick von außen dabei, blinde Flecken oder Plotholes zu erkennen. Und vergiss nicht: Überarbeiten heißt nicht, deinen Text zu verbiegen, sondern, ihn klarer, ehrlicher und noch mehr du zu machen.
Zeig deine Texte, wenn du dich bereit fühlst
Das Teilen deiner Texte kann sich anfangs richtig aufregend (oder einschüchternd) anfühlen. Aber es lohnt sich. Ob auf deinem Blog, bei Instagram, in Schreibgruppen oder kleinen Online-Communities: Feedback und Austausch geben dir nicht nur neue Impulse, sondern stärken auch dein Selbstbewusstsein. Hier geht es darum, dass deine Worte gelesen werden. Dass jemand da draußen sich mit deiner Geschichte verbunden fühlt. Und das ist ein ziemlich schönes Gefühl, oder nicht?
