Plotten vs. Pantsern: Die zwei Wege zum Roman

  1. Plotten: Wenn dich Excel-Tabellen glücklich machen
  2. Pantsern: Einfach machen, wird schon
  3. Platten oder pantsern?

Planst du noch oder schreibst du schon? Es gibt zwei große Teams beim Schreiben: die Plotter:innen und die Pantser:innen. Die einen lieben Struktur, die anderen leben für spontane Geistesblitze. Und ganz ehrlich? Ich hab mich schon öfter gefragt, wo ich da eigentlich reingehöre. Vielleicht geht’s dir ja genauso – dann kommt hier mal ein kleiner Überblick mit ehrlicher Einordnung.

Plotten: Wenn dich Excel-Tabellen glücklich machen

Plotten heißt: planen. Und zwar richtig. Wenn du plottest, weißt du (zumindest grob), was wann in deiner Geschichte passiert. Vielleicht arbeitest du mit Kapitelübersichten, Moodboards oder Charakterbögen – alles erlaubt, solange es dir hilft, deinen roten Faden zu behalten.

Was daran richtig gut ist:

  • Du weißt, wo’s hingeht. (Meistens.)
  • Du bleibst eher dran, weil du den nächsten Schritt schon kennst.
  • Du sparst Zeit beim Überarbeiten, weil die Logik oft schon mitgeplant wurde.

Aber…

  • Das Planen kann sich fast zu geordnet anfühlen. Spontane Ideen haben’s manchmal schwer.
  • Und ja, es kann ewig dauern, bis du überhaupt mit dem Schreiben anfängst.

Pantsern: Einfach machen, wird schon

Pantser:innen sind die Freigeister unter uns. Du setzt dich hin und schreibst drauflos – ohne Szene-für-Szene-Plan, ohne großes Vorgerüst. Klingt chaotisch? Ist es manchmal auch. Aber es kann wahnsinnig befreiend sein.

Was daran schön ist:

  • Deine Ideen entstehen im Schreiben – ganz ohne Zwang.
  • Du überraschst dich selbst – und manchmal auch deine Charaktere.
  • Es fühlt sich eher wie eine Entdeckungsreise an als wie Arbeit.

Aber…

  • Ohne Kompass kannst du dich schnell verirren.
  • Schreibblockaden tauchen leichter auf, wenn du plötzlich nicht weißt, wie’s weitergeht.
  • Und ja: Überarbeiten wird zur Großbaustelle.

Platten oder pantsern?

Vielleicht bist du 100% Plotter:in. Oder du brauchst einfach das Chaos. Vielleicht bist du, so wie ich, irgendwas dazwischen. Ich mag es, grobe Meilensteine festzulegen – ein Ziel vor Augen zu haben – aber unterwegs auch mal einen Umweg zu nehmen. Für mich funktioniert der Mix am besten: Struktur für den Start, Intuition für den Rest.

Am Ende gilt: Es gibt kein „richtig“ oder „falsch“. Es gibt nur deinen Weg. Und der darf sich verändern – von Buch zu Buch, von Phase zu Phase.

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