5 gute Gründe, beim Schreiben öfter mal Pause zu machen

  1. Weil das Hirn keine Maschine ist
  2. Weil Pausen den Ideen Raum geben
  3. Weil Abstand hilft, klarer zu sehen
  4. Weil der Rücken sich nicht von selbst dehnt
  5. Weil Dauerpower in die Sackgasse führt

Schreiben ist aufregend. Es macht Spaß. Und es kann ganz schön viel Energie fressen. Wenn ich mal im Flow bin, vergesse ich oft die Zeit – und vor allem: mich selbst. Dabei sind Schreibpausen nicht nur nett gemeinte Selfcare-Tipps, sondern eigentlich ziemlich essentiell.

Hier ein paar Gedanken dazu, warum ich Pausen inzwischen nicht mehr als Zeitverlust, sondern als Teil des Schreibprozesses sehe.

Weil das Hirn keine Maschine ist

Manchmal sitze ich stundenlang über einem Text, merke aber irgendwann: Ich lese zwar, aber ich denke nicht mehr wirklich mit. Denn Schreiben ist Kopfarbeit – und irgendwann ist da einfach Feierabend. Statt dann krampfhaft weiterzumachen, hilft’s mehr, kurz rauszugehen, einen Tee zu machen oder einfach mal den Kopf durchlüften zu lassen. Danach geht’s oft besser weiter. Nicht schneller – aber besser.

Weil Pausen den Ideen Raum geben

Du kennst das sicher: Beim Tippen geht plötzlich gar nichts mehr. Satzanfänge fühlen sich falsch an, die Szene hängt. Und dann kommt die Idee… unter der Dusche. Oder beim Spazieren. Oder mitten im Supermarkt. Kein Witz. Genau deshalb: Pausen machen. Sie sind wie Frischluft für deine Gedanken.

Weil Abstand hilft, klarer zu sehen

Ich versuche, nach jedem größeren Schreibblock eine Pause einzulegen – bevor ich überarbeite. Warum? Weil ich sonst betriebsblind bin. Mit etwas Abstand sehe ich plötzlich, wo’s hakt oder wo ich zu schnell drübergeflogen bin. Und manchmal merke ich auch: Hey, das war ja gar nicht so schlecht.

Weil der Rücken sich nicht von selbst dehnt

Physische Realität, die keiner gern hört: Schreiben ist Sitzen. Und Sitzen ist… naja, nicht das Beste für den Körper. Ich versuche (mal mehr, mal weniger erfolgreich), mich regelmäßig zu bewegen. Stretching, Hausarbeit (ja, zählt auch dazu!), irgendwas. Man muss nicht gleich joggen gehen – aber wenigstens mal die Schultern kreisen.

Weil Dauerpower in die Sackgasse führt

Ich hab Phasen gehabt, in denen ich dachte: Ich muss jetzt durchziehen. Jeden Tag, ohne Pause. Spoiler: Hat nicht funktioniert. Irgendwann war die Luft raus – und mit ihr die Freude am Schreiben. Heute weiß ich: Pausen schützen mich davor, auszubrennen. Sie halten meine Begeisterung lebendig und garantiert auch deine.


Wie Pausen bei mir aussehen (wenn ich sie wirklich mache):

  • Ich stelle mir einen Timer (meist 25–45 Minuten). Danach: Pause. Kein Scrollen, kein nebenbei was anderes arbeiten – echte Pause.
  • Ich steh auf, geh ein paar Schritte, kuschele meine Katzen.
  • Manchmal höre ich einfach Musik, die nichts mit meinem Buch zu tun hat (2000er Hits zum Beispiel).
  • Und manchmal starre ich auch einfach nur in die Luft. Hilft auch.
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